Prophylaxeprogramm
» Prophylaxe für Schwangere
» Prophylaxe für Kinder und Jugendliche
» Prophylaxe für Senioren
Prophylaxe für Schwangere
Die werdende Mutter kann den Grundstein für gesunde Zähne des Kindes legen. Entscheidend für die Kariesentstehung ist die bakterielle Besiedelung der Zähne. Diese Bakterien werden von der Mutter auf das Kind übertragen und führen dann zusammen mit zuckerreicher Ernährung zu Karies.
Die alte Volksweisheit “Jedes Kind kostet der Mutter einen Zahn” ist genau so unsinnig wie die Annahme, dass der werdenden Mutter Kalzium und Phosphate entzogen werden, um Knochen und Zähne des Kindes aufzubauen. Auch wenn Ihre Mundgesundheit während der Schwangerschaft besonders gefährdet ist, so ist das Baby aber keinesfalls verantwortlich für Ihre Karies oder Zahnfleischentzündung.
Wichtig für Ihr Wohlbefinden und für das Ihres Kindes ist es, dass Sie sich während der Schwangerschaft gesund und ausgewogen ernähren, wie frisches Obst, knackige Salate, rohes Gemüse.
Karies und Zahnfleischentzündungen haben nur zwei Ursachen: Übermäßige Zufuhr von Zucker und Kohlehydraten und mangelnde Mundhygiene.
Das Zahnfleisch ist während der Schwangerschaft durch hormonelle Umstellung stärker durchblutet als sonst, deshalb ist eine intensive Zahn- und Zahnsaumpflege eine absolute Notwendigkeit.
Das Kind kommt ohne Bakterien im Mund zur Welt. In der Regel übertragen die Eltern (z.B. beim Küssen, Schnuller ablecken) Kariesbakterien auf ihr Kind.
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Prophylaxe für Kinder und Jugendliche
» Kleinkinder 0-3 Jahre
» Kindergartenkinder 3-6 Jahre
» Schulkinder 6-12 Jahre
» Jugendliche 12-18 Jahre
Kleinkinder 0-3 Jahre
“Milchzähne fallen ja eh aus. Diese kleinen Beißer brauchen doch keine besondere Pflege.”
Falsch gedacht! Denn gerade Milchzähne nehmen eine besonders wichtige Stellung im Kauapparat ein. Ein durchbrechender Milchzahn ist jedoch grundsätzlich gesund und kariesfrei.
Wie beim Erwachsenen ist Zucker auch für das Baby der größte Feind. Er ist sogar noch anfälliger gegenüber Kariesbakterien. Denn sein Schmelz ist noch nicht so widerstandsfähig wie der von bleibenden Zähnen. Milchzähne bieten kaum Widerstand gegen Karies.
Flaschennahrung und besonders süße Tees und Obstsäfte schädigen den Schmelz der Milchzähne. Dabei hat sich vor allem das “Dauernuckeln” am Fläschchen als zahnschädigend erwiesen. Je stärker und öfter die Zähne von den Säuren umspült werden, desto größer wird das Kariesrisiko.
- Ernährungsberatung
- Mit Durchbruch der ersten Milchzähne fluoridhaltige Zahnpasta
- Kindgerechte Zahnputzübungen
- ggf. Versiegelung ( bei hohem Kariesrisiko!)
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Kindergartenkinder 3-6 Jahre
Die Milchzähne dienen als Platzhalter für die nachrückenden, bleibenden Zähne. Gehen sie frühzeitig verloren, kann es zu Zahnfehlstellungen und dadurch zu aufwendigen kieferorthopädischen Korrekturen kommen. Und nur ein vollständiges, gesundes Milchgebiss erlaubt es dem Kind, sprechen zu lernen und richtig zu kauen. Karies an den Milchzähnen kann außerdem bleibende Schäden an den zweiten Zähnen verursachen.
- Weiterhin Ernährungsberatung
- Mit Durchbruch der ersten bleibenden Backenzähne - Zahnversiegelung
- Kindgerechte Zahnputzübungen
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Schulkinder 6-12 Jahre
Kennzeichnend für diese Alter ist das Wechselgebiss. Hauptaugenmerk gilt neben der Zahnpflege, dem regelrechten Durchbruch der bleibenden Zähne. Gemeinsam mit unserm » Kieferorthopäden prüfen wir, ob eine Behandlungsnotwendigkeit besteht.
Im Rahmen der kassenzahnärztlichen Vorsorge steht jedem Kind in unserem Lande eine Prophylaxebehandlung zu.
Prophylaxeschwerpunkte:
- Anfärbetest
- Zahnversiegelung
- Fluoridierung
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Jugendliche 12-18 Jahre
Wie Sie als Eltern wissen, ist dieses Alter durch die Pubertät besonders schwierig. Sie kennen sicherlich die “Null-Bock-Phase”, wo so gut wie keine Zahnpflege stattfindet, bis hin zur übertriebenen Mundhygiene beim ersten “Verliebt sein”.
- Motivation
- Ernährungsberatung ( Bulimie, Fast - Food Ernährung)
- Anfärbetest
- Zahnversiegelung
- Flouridierung
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Prophylaxe für Senioren
Verschiedene äußere Einflüsse, so wie die Einnahme von Medikamenten, haben starken Einfluss auf biologische Verhältnisse im Mund. Karies und Zahnfleischentzündungen haben bei allen Menschen die gleichen Ursachen: Säuren und Zellgifte als Stoffwechselprodukte der Mundbakterien. Bei älteren Erwachsenen sind Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodont), eine stärkere Zahnsteinbildung sowie Karies an Zahnwurzeln besonders häufig.
Freiliegende Zahnwurzeln sind besonders kariesgefährdet, weil ihre Oberfläche nicht durch glatten Zahnschmelz geschützt ist. Die Oberfläche ist rau, somit können sich Bakterien leicht festsetzen. Die von den Bakterien ausgeschiedenen Säuren haben in der freiliegenden Zahnwurzel einen leichten Gegner, denn der Wurzelzement löst sich viel leichter auf als Zahnschmelz. Auch eine verminderte Speichelbildung, die bei älteren Menschen häufig vorkommt, bedeutet besondere Gefahr für freiliegende Zahnhälse. Besondere Aufmerksamkeit bei der Pflege brauchen einzeln stehende Zähne, an denen herausnehmbarer Zahnersatz befestigt ist, Kronen oder Brückenpfeiler: Bakterien und Speisereste setzen sich bevorzugt in den winzig kleinen Nischen zwischen natürlichen Zähnen und Zahnersatz fest. Diese Nischen, aber auch erweiterte Zahnzwischenräume mit freiliegenden Wurzeln sind mit der Zahnbürste alleine nicht zu erreichen.
Neben der Zahnhalskaries verursacht vor allem die Parodontitis häufigen Zahnverlust. Erste Anzeichen sind Zahnfleischbluten und Zahnlockerung. Durch regelmäßige Vorbeugemaßnahmen können Zahnverlust und andere negative Einflüsse auf die Gesundheit vermieden werden.
- Erweiterte Diagnostik
- Entfernung von Zahnstein und weichen Belägen
- Entfernung von Farbbelägen
- Politur der Zahnoberflächen
- Kontrollsitzungen
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